Ob Sie ein eigenes RDKS-Gerät (Service-Tool) benötigen, hängt stark davon ab, wie Sie Ihre Flotte verwalten und welche Sensoren Sie einsetzen. Hier ist eine Entscheidungshilfe, basierend auf Ihrem Profil:
1. Wann Sie UNBEDINGT ein Gerät brauchen
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Einsatz von Universalsensoren: Wenn Sie Universalsensoren zur Vormontage oder als Ersatz nutzen, sind diese im Auslieferungszustand meist „leer“. Ohne ein Programmiergerät können Sie das fahrzeugspezifische Protokoll nicht aufspielen.
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Eigene Werkstatt: Wenn Sie Reifenwechsel, Reparaturen oder die Reifenrotation selbst durchführen, ist ein Gerät unerlässlich, um Sensoren zu aktivieren, IDs auszulesen oder den Batteriestatus zu prüfen.
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Mischflotte: Bei Fahrzeugen verschiedener Marken (z. B. Mercedes, MAN und Scania) hilft das Gerät, markenübergreifend Diagnosen zu stellen, ohne für jeden Lkw das herstellereigene Diagnosesystem (OBD) nutzen zu müssen.
2. Wann Sie KEIN Gerät brauchen
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Reiner Service durch Dienstleister: Wenn Ihre Reifen ohnehin ausschließlich beim Reifenfachhandel gewechselt werden, haben diese die entsprechenden Geräte vor Ort.
- Leasing-Flotte: Wenn Wartung und RDKS-Service komplett im Full-Service-Leasing enthalten sind.
Was kann so ein RDKS-Gerät eigentlich?
Ein modernes Tool (z. B. Bartec Tech600HD) bietet für den Lkw-Bereich drei wesentliche Funktionen:
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Diagnose: Sie können von außen (durch den Reifen) prüfen: Ist der Sensor noch aktiv? Wie geht es der Batterie? Wie ist die exakte Temperatur?
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Programmierung: Übertragen des richtigen Funkprotokolls auf einen Universalsensor.
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Anlernen (Relearn): Übermittlung der neuen Sensor-IDs an das Steuergerät des Lkw via OBD-Schnittstelle (wenn OBD Abdekcung vorhanden).
