Bei der Reifenrotation (Umsetzen der Räder) an einem Lkw oder Bus ist die korrekte Zuordnung der RDKS-Sensoren im System entscheidend, damit der Fahrer im Cockpit bei einer Warnung auch wirklich das richtige Rad prüft.

1. Positionsänderung im Bordcomputer

Wenn Sie Räder von der Vorder- auf die Hinterachse (oder von links nach rechts) tauschen, wandert der Sensor mit seiner individuellen ID mit. Das Steuergerät des Lkw muss nun wissen, dass Sensor „A“ nicht mehr vorne links, sondern hinten rechts sitzt.

  • Automatische Erkennung: Viele moderne Lkw (z. B. neuere Modelle von Mercedes-Benz oder MAN) verfügen über eine automatische Positionserkennung. Nach einer kurzen Fahrt (meist ca. 10–15 Minuten bei über 25 km/h) erkennt das System die neuen Positionen selbstständig.
  • Manuelle Initialisierung: Bei vielen Modellen müssen Sie im Bordmenü das Anlernen der Sensoren manuell durhführen.

2. Anlernen via OBD oder Diagnosegerät

Bei bestimmten Herstellern (z. B. DAF oder einige IVECO-Modelle) ist ein automatisches Anlernen nicht vorgesehen.

  • Hier muss die Werkstatt mit einem RDKS-Programmiergerät die IDs der Sensoren an den neuen Positionen auslesen und per OBD-Schnittstelle in das Steuergerät des Fahrzeugs übertragen.

3. Dokumentation (Wichtiger Praxistipp)

Erfassen Sie nach jeder Räderrotation die ID der Sensoren an den jeweiligen Radpositionen! Wie das geht, erklärt Ihnen gerne unser RDKS-Experte.